Kalkmörtel ist ein Mörtel, in dem Kalk das Bindemittel ist, gemischt mit Sand und Wasser. Er wird für Mauer- und Putzarbeiten verwendet. Kalkmörtel ist weicher, flexibler und dampfoffener als Zementmörtel und härtet langsamer. Dadurch eignet er sich besonders für historische und denkmalgeschützte Arbeiten mit weichen Ziegeln.
Eigenschaften
- Dampfoffen — Feuchte kann durch Fugen und Putz aus der Mauer entweichen, das verhindert Feuchtestau
- Weich und flexibel — kleine Bewegungen des Mauerwerks werden vom Mörtel statt vom Stein aufgenommen; Luftkalkmörtel hat bei Haarrissen eine leichte Selbstheilung
- Langsame Härtung — Luftkalkmörtel härtet durch Aufnahme von Kohlendioxid (Karbonatisierung) und braucht Zeit und Luft
- Geringere Festigkeit — Kalkmörtel ist schwächer als Zementmörtel und jung noch frostempfindlich
Anwendung
Kalkmörtel ist die logische Wahl beim Restaurieren oder Neuverfugen alter Mauern: Er ist weicher als der Ziegel, sodass nicht der Stein, sondern die Fuge die Spannungen aufnimmt. Zementmörtel ist dafür zu hart.
Zu beachten
- Kalkmörtel nicht bei Frost verarbeiten
- Während des Abbindens feucht halten und ruhig härten lassen
Verwandte Begriffe
- Kalk
- Kalkteig
- Mörtel
- Mauern
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