Kalandrieren ist ein Fertigungsverfahren, bei dem ein Material zwischen einer Reihe beheizter Walzen (einem Kalander) hindurchgeführt wird. Durch Druck und Wärme der Walzen wird das Material glatt, dicht und auf gleichmäßige Dicke gebracht. So entstehen Bahnen und Folien mit konstanter Dicke und glatter Oberfläche.
Wie funktioniert es?
Das Material — etwa eine Gummi- oder Kunststoffmasse — läuft durch mehrere übereinander angeordnete, drehende Walzen. Der Abstand zwischen den Walzen bestimmt die Enddicke; die Wärme macht das Material formbar, sodass es sich gleichmäßig verteilt. So entsteht eine ebene Bahn ohne Lufteinschlüsse, die danach abgekühlt und aufgerollt wird.
Anwendung
Im Bauwesen ist Kalandrieren bei der Herstellung von Bahnenware relevant: Bitumendachbahnen, EPDM-Dachmembranen, Kunststofffolien und Vinyl- oder Linoleumböden.
Zu beachten
- Die gleichmäßige Dicke ist wichtig für die Wasserdichtheit einer Dachbahn
- Qualität und Dicke solcher Rollen sind bereits im Werk festgelegt; die Verarbeitung vor Ort bestimmt den Rest
Verwandte Begriffe
- Bitumen
- EPDM
- Dachabdichtung
- Kunststoff
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