Immobilisat ist Material, dessen Schadstoffe in einer festen und stabilen Matrix gebunden, also immobilisiert, sind, sodass sie nicht mehr oder deutlich weniger auslaugen. Dazu zählen etwa verunreinigter Boden, Schlackenasche (Müllverbrennungsasche) oder Baggerschlamm.
Wie funktioniert das Immobilisieren?
Beim Immobilisieren werden die Schadstoffe mithilfe von Bindemitteln in einer stabilen Matrix eingeschlossen, zum Beispiel:
- Zement
- Kalk
- Bitumen
- Kunststoff
Da die Stoffe fest gebunden werden, können sie nicht mehr frei mit Regen- oder Grundwasser ausgespült werden. Das Auslaugen wird stark begrenzt.
Ziel und Anwendung
Ziel ist es, Reststoffe für eine sinnvolle Wiederverwendung als Baustoff geeignet zu machen, etwa in Fundamentschichten, innerhalb der geltenden Umweltvorgaben. So bleibt Material im Kreislauf und muss nicht deponiert werden. Das spart Primärrohstoffe und Deponiekapazität.
Immobilisat passt damit in einen kreislauforientierten Ansatz im Bauwesen, bei dem Reststoffe möglichst wiederverwendet statt als Abfall entsorgt werden.
Verwandte Begriffe
- Müllverbrennungsasche
- Granulat
- Bindemittel
- Kreislaufwirtschaft
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.