Hydrophobierung ist das Wasserabweisendmachen einer porösen Oberfläche wie Mauerwerk, Beton oder Naturstein durch Imprägnierung mit einem wasserabweisenden Mittel. Dieses Mittel basiert meist auf Silan oder Siloxan und dringt in die Poren des Materials ein.
Funktionsweise
Das Mittel dringt in die Poren ein und kleidet die Porenwände aus. Dadurch nimmt das Material kein Wasser mehr auf, bleibt aber dampfoffen: Es kann weiterhin “atmen”, sodass Wasserdampf nach außen entweichen kann.
- Es handelt sich nicht um eine abdichtende Schicht oder Beschichtung auf der Oberfläche.
- Das Material bleibt dampfoffen und lässt Wasserdampf durch.
Vorteile
- Geringere Feuchtigkeitsaufnahme im Material
- Weniger durchschlagendes Regenwasser
- Weniger Verschmutzung und Algenbewuchs
- Weniger Frostschäden
- Eine trockene Wand dämmt besser
Einschränkungen
- Wirkt nicht gegen aufsteigende Bodenfeuchtigkeit; dafür ist eine Injektion erforderlich.
- Überbrückt keine Risse; Risse müssen zuerst repariert werden.
- Die Wirkung ist nicht dauerhaft und muss nach einigen Jahren erneut aufgebracht werden.
Anwendung
- Mauerwerk
- Beton
- Naturstein
Verwandte Begriffe
- Imprägnieren
- Kapillar
- Fassade
- Dampfoffenes Bauen
- Frost
- Durchschlagende Feuchtigkeit
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