Hochrelief, auch Haut-Relief genannt, ist ein Relief, bei dem die dargestellten Figuren stark aus der Hintergrundfläche hervortreten. Mehr als die Hälfte der Form steht frei aus der Fläche heraus, sodass Teile fast losgelöst vom Untergrund wirken. Das französische haut bedeutet ‘hoch’.
Relief in Abstufungen
Relief wird danach eingeteilt, wie weit die Figur aus der Fläche tritt:
- Basrelief (Flachrelief) — die Figur tritt nur wenig aus der Fläche
- Halbrelief (Demi-Relief) — etwa die Hälfte der Form tritt hervor
- Hochrelief (Haut-Relief) — mehr als die Hälfte steht heraus; Teile können fast frei stehen
Beim Hochrelief entsteht durch die grosse Tiefe ein starkes Spiel von Licht und Schatten, was das Bild lebendig und plastisch macht.
Anwendung
- Fassadensteine und Giebelfelder — figürliche Darstellungen über Toren und in Giebelspitzen
- Kirchen und Denkmäler — Bildhauerarbeit in Naturstein
- Ornamente — Kapitelle, Schlusssteine und dekorative Paneele
Worauf achten
- Verschmutzung und Verwitterung — die tiefen Hohlräume fangen Schmutz und Wasser; im Freien kann das zu Schäden und Algen führen
- Restaurierung — bei der Sanierung wird auf abgebrochene, hervorstehende Teile geachtet, die anfälliger sind als beim Flachrelief
Verwandte Begriffe
- Relief
- Basrelief
- Fassadenstein
- Ornament
- Giebelfeld
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