Hasco war ein pastöses, strukturierbares Wandbeschichtungsmaterial, das nach dem Auftragen sehr hart trocknete. Es wurde in Schichten auf die Wand aufgetragen und anschliessend mit Bürste oder Rolle bearbeitet, sodass ein Reliefmuster entstand. Nach dem Trocknen wurden die hohen Teile glattgestrichen und poliert, während die tiefer liegenden Teile matt blieben — so entstand ein dekorativer Effekt durch Relief und Farbkontrast.
Hintergrund
- Patent — das niederländische Patent auf Hasco stammt aus dem Jahr 1932
- Hersteller — es wurde von Schreuder aus Schoonhoven hergestellt
- Verbreitung — um 1935 wandten etwa 1.200 Malerbetriebe die Technik an
- Ablösung — Hasco wurde später von ähnlichen Produkten wie Betonemail verdrängt
Anwendung
Hasco wurde vor allem für dekorative Innengestaltung in stark frequentierten Gebäuden verwendet:
- Schulen
- Krankenhäuser
- Öffentliche Gebäude
Die harte, strukturierte Schicht war verschleissfest und leicht sauber zu halten, was den Anforderungen solcher Räume entsprach.
Worauf achten
Hasco ist vor allem von historischem Interesse. Bei der Restaurierung oder Untersuchung von Interieurs aus der Zwischenkriegszeit kann eine harte, strukturierte und teils polierte Wandbeschichtung auf Hasco oder ein verwandtes Produkt hindeuten. Die genaue Zusammensetzung variiert je nach Zeit und Hersteller.
Verwandte Begriffe
- Putzschicht
- Betonemail
- Stuck
- Wandfarbe
- Kratzputz
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