Granulieren ist das Verarbeiten eines Materials zu Körnern — Granulat — mit einer mehr oder weniger gleichmäßigen Korngröße. Das geschieht durch Brechen, Mahlen, Pelletieren oder durch schnelles Abkühlen eines flüssigen Materials. Granulieren macht ein Material besser verarbeitbar, dosierbar und wiederverwendbar.
Beispiele im Bauwesen
Granulieren kommt in verschiedenen Prozessen vor:
- Hochofenschlacke — flüssige Schlacke aus dem Hochofen wird mit viel Wasser schnell abgekühlt (“granuliert”), wodurch glasartige Körner entstehen. Vermahlen bilden sie die Basis für Hochofenzement
- Schutt und Beton — Abbruchabfall wird gebrochen und gesiebt zu Granulat für Tragschichten und Beton
- Kunststoffe — Restmaterial wird zu Körnern verarbeitet, um es erneut verarbeiten zu können
- Dünger und Bindemittel — Pulver werden zu Körnern verpresst für bessere Handhabung
Warum granulieren?
- Verarbeitbarkeit — Körner sind leichter zu transportieren, dosieren und mischen als Pulver oder große Brocken
- Reaktivität — bei schnell gekühlter Schlacke entsteht ein reaktives, glasartiges Material, geeignet als Bindemittel
- Wiederverwendung — Granulieren macht aus Abfall einen brauchbaren Rohstoff
Hinweis
Die Art des Granulierens bestimmt die Kornverteilung und die Eigenschaften des Endprodukts. Für Bindemittel ist etwa eine schnelle Abkühlung entscheidend.
Verwandte Begriffe
- Granulat
- Hochofenschlacke
- Hochofenzement
- Kornverteilung
- Baustoffrecycling
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