Geotechnik ist das Fachgebiet innerhalb des Bau- und Ingenieurwesens, das das Verhalten von Boden und Gründung untersucht, mithilfe von Bodenmechanik, Drucksondierungen und Gründungsberatung, um sicher und stabil bauen zu können.
Jedes Bauwerk ruht auf dem Untergrund. Die Geotechnik sorgt dafür, dass dieser Untergrund die Belastung tragen kann, ohne dass schädliche Setzungen oder Absenkungen auftreten.
Was umfasst Geotechnik
- Bodenmechanik: die Untersuchung von Festigkeit, Steifigkeit und Wasserdurchlässigkeit des Bodens.
- Baugrunduntersuchung: die Erfassung von Bodenschichten durch Drucksondierungen und Bohrungen.
- Gründungsberatung: die Bestimmung der richtigen Gründungsform (Flachgründung oder Pfahlgründung).
- Grundwassermanagement: die Analyse von Porenwasserdruck und Entwässerung.
Anwendung
Geotechnik wird bei nahezu jedem Bauprojekt angewendet:
- Wohnungsbau: Wahl zwischen Flachgründung oder Pfählen.
- Infrastruktur: Entwurf von Straßen, Deichen und Tunneln.
- Baugrubensicherung: Spundwände und Verbau bei Baugruben.
| Untersuchung | Ziel |
|---|---|
| Drucksondierung | Tragfähigkeit und Schichtaufbau |
| Bohrung | Bodenproben und Wasserstand |
| Laborversuch | Festigkeits- und Setzungsparameter |
Die Ergebnisse führen zu einer geotechnischen Empfehlung, die festlegt, wie tief und mit welcher Technik die Gründung ausgeführt wird. So werden Absenkung, Risse und Instabilität vermieden.
Verwandte Begriffe
- Bodenmechanik
- Drucksondierung
- Fundament
- Boden
- Setzung
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