Was ist Funktionalismus?
Funktionalismus ist ein Baustil und eine Strömung des 20. Jahrhunderts (etwa 1920-1960), bei dem die Form eines Gebäudes aus seiner Funktion hervorgeht. Das Motto “form follows function” fasst diesen Gedanken zusammen: Der praktische Zweck bestimmt den Entwurf.
Merkmale des Funktionalismus
Im Funktionalismus steht die Zweckmäßigkeit im Vordergrund, überflüssiger Zierrat wird vermieden. Typische Merkmale sind:
- Sachlichkeit: klare, logische Formen ohne Schmuck.
- Wenig Ornament: keine dekorativen Gesimse oder Bildhauerarbeiten.
- Flachdächer anstelle traditioneller Dachformen.
- Große Fensterflächen, die viel Licht hereinlassen.
- Moderne Materialien wie Stahl, Glas und Stahlbeton.
Durch diese neuen Materialien und Bautechniken wurden große Spannweiten und offene Grundrisse möglich, was gut zur funktionalen Herangehensweise passte.
Anwendung
Der Funktionalismus ist eng mit dem Neuen Bauen, dem Bauhaus in Deutschland und der breiteren Moderne verbunden. Der Stil wurde auf Wohnhäuser, Schulen, Fabriken, Krankenhäuser und Bürogebäude angewandt, bei denen Effizienz und Nutzbarkeit wichtig waren. Funktionalistische Gebäude spiegeln den Optimismus des frühen 20. Jahrhunderts in Bezug auf Technik, Hygiene und sozialen Fortschritt wider und bilden die Grundlage vieler moderner Architektur.
Verwandte Begriffe
- Moderne
- Bauhaus
- Neues Bauen
- Internationaler Stil
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