Was ist Fluchtpfahl?
Ein Fluchtpfahl (auch Fluchtstab oder Jalon genannt) ist ein gerader Stab oder Pfahl, der auf der Baustelle als Richt- und Messmittel verwendet wird. Fluchtpfähle dienen zum Abstecken gerader Linien, zum Markieren von Punkten und zur Kontrolle der Ausrichtung bei Bau- und Vermessungsarbeiten.
Anwendung
Fluchtpfähle werden seit Jahrhunderten beim Abstecken von Bauwerken eingesetzt. Auf der Baustelle werden zwei oder mehrere Fluchtpfähle in einer geraden Linie aufgestellt, um Referenzpunkte zu markieren. Durch das Visieren entlang der Pfähle kann kontrolliert werden, ob eine Mauer, ein Fundament oder ein anderes Bauteil gerade verläuft.
Ein klassischer Fluchtpfahl ist ein Holz- oder Metallstab von etwa 2 bis 3 Metern Länge, häufig mit abwechselnd rot-weißen oder schwarz-weißen Streifen für gute Sichtbarkeit versehen. In der modernen Vermessungstechnik werden Fluchtpfähle in Kombination mit optischen Instrumenten wie einem Theodolit oder einem Nivelliergerät verwendet.
Beim Abstecken eines Bauwerks werden Fluchtpfähle an den Eckpunkten und entlang der Fassaden aufgestellt. Mit Hilfe von Schnüren, die zwischen den Pfählen gespannt werden, entsteht ein präzises Raster, innerhalb dessen das Fundament und die Mauern errichtet werden. Dieser Vorgang wird auch als Absteckung bezeichnet.
Neben der Baustelle werden Fluchtpfähle auch im Straßenbau, beim Verlegen von Kabeln und Leitungen sowie in der Schifffahrt als Navigationshilfe eingesetzt.
Verwandte Begriffe
- Fluchtstab
- Absteckung
- Theodolit
- Nivelliergerät
- Schnurgerüst
- Vermessungstechnik
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