Was ist DSP-Beton?
DSP steht für Densified Small Particles und bezeichnet einen ultrahochfesten Beton, bei dem ultrafeine Partikel wie Silikastaub das Material extrem dicht und fest machen. Druckfestigkeiten von 150 bis 400 N/mm² sind möglich, ein Vielfaches von normalem Konstruktionsbeton, eingesetzt dort, wo bei kleinem Volumen Höchstleistung gefragt ist.
Wie wirkt DSP-Beton?
In normalem Beton sind relativ große Sand- und Zementpartikel enthalten. Zwischen ihnen bleiben kleine Poren, die das Material schwächen. Bei DSP-Beton wird Silikastaub (Microsilica) zugesetzt: sehr feine, kugelförmige Partikel, die die Poren füllen. So entsteht eine deutlich dichtere Packung.
Weitere Merkmale:
- Niedriger Wasser-Zement-Wert — durch Fließmittel viel Zement mit wenig Wasser möglich
- Optimierte Sieblinie — Korngrößen von Millimeter bis Nanometer vorhanden
- Häufig Stahlfasern — für Zugfestigkeit und duktiles Verhalten
- Hohe Druckfestigkeit — bis 400 N/mm²
- Niedrige Permeabilität — beständig gegen aggressive Umgebung
Anwendung
- Schlanke Fertigteile — Fassadenpaneele, Stützen und Träger
- Brücken — schlanke Tafeln und Pylone mit großer Spannweite
- Hochbelastete Industrieböden — bei extremen Lasten
- Reparaturbeton — für lokale Verstärkungen mit hoher Festigkeit
- Architektonische Details — feine Profile und Ornamente
Hinweise
- DSP-Beton ist teuer und erfordert spezialisierte Verarbeitung
- Mischt länger als üblicher Beton; leistungsstarken Mischer einsetzen
- Haftung am Untergrund braucht Vorbehandlung
- Schwinden kann größer sein — Nachbehandlung beachten
- Kombination mit konventioneller Bewehrung erfordert angepasste Detaillierung
Verwandte Begriffe
- Konstruktionsbeton
- Betonart
- Druckfestigkeit
- Betonqualität
- Betonmörtel
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