Was ist eine Vierung?
Eine Vierung ist der Raum, der an dem Punkt entsteht, an dem das Hauptschiff einer Kirche das Querhaus (Transept) kreuzt. Dieser Kreuzungspunkt bildet das Herz eines kreuzförmigen Kirchengrundrisse. Die Vierung ist in der Regel der prominenteste Raum der Kirche und wird oft von einer Kuppel, einem Vierungsturm oder einer Laterne bekrönt, die zusätzliches Licht hereinlässt.
Bautechnisch ist die Vierung eine anspruchsvolle Konstruktion: Die vier großen Bögen, die den Kreuzungspunkt markieren, müssen die Kräfte der darüber liegenden Kuppel oder des Turms aufnehmen und auf die Pfeiler oder Säulen an den vier Ecken ableiten. Dies erfordert massive Tragkonstruktionen wie Pilaster oder Bündelpfeiler.
Der Begriff Vierung wird in der kirchlichen Baukunst seit Jahrhunderten verwendet, hat aber auch in der modernen Architektur und Baukunde seine Bedeutung behalten, um zentrale Kreuzungspunkte in großen Gebäuden zu beschreiben.
Anwendung
Die Vierung ist vor allem ein Begriff aus der religiösen Architektur und der Denkmalpflege. Bei der Restaurierung von Kirchen und historischen Gebäuden ist es wichtig, die Vierungskonstruktion zu verstehen: Die Kreuzbögen, die Vierungspfeiler und das Fundament müssen stark genug sein, um das Gewicht eines etwaigen Vierungsturms zu tragen.
Für Heimwerker ist die Vierung weniger direkt relevant, aber wer ein historisches Gebäude saniert oder einen Kirchenumbau begleitet, wird diesen Begriff regelmäßig in Leistungsverzeichnissen und Bauzeichnungen antreffen.
Verwandte Begriffe
- Seitenschiff
- Querhaus
- Kreuzung
- Kuppel
- Pilaster
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