Was ist eine Scheinhaube?
Eine Scheinhaube ist ein dekorativer Aufbau oben auf einem Gebäude, der die Optik eines echten Dachs hat, aber strukturell keine vollwertige Dachkonstruktion ist. Es handelt sich im Wesentlichen um ein Fassadenelement, das die Attika oder den oberen Bereich eines Gebäudes optisch mit einer dachartigen Form abschließt, ohne dass sich dahinter ein bewohnbarer oder nutzbarer Raum befindet.
Scheinhauben werden eingesetzt, um einem Flachdach ein traditionelleres oder ansprechenderes Erscheinungsbild zu verleihen. Sie sind auch funktional: Sie verbergen Installationen wie Dachabdichtungsschichten, Leitungen oder Klimaanlagen, die auf einem Flachdach aufgestellt sind. So wird die Dachfläche eines Gebäudes sauber dem Blick entzogen.
Die Konstruktion einer Scheinhaube besteht meist aus einem leichten Tragrahmen aus Holz oder Stahl, der mit Dachmaterial wie Schiefer, Dachziegeln oder Zinkblech verkleidet ist. Da die Scheinhaube keine echte Abdichtung leisten muss, ist die Detaillierung anders als bei einem echten Dach.
Anwendung
Scheinhauben findet man häufig bei Stadtpalais, Herrenhäusern aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert sowie bei modernen Zweckgebäuden, die ein traditionelles Erscheinungsbild erhalten sollen. Bei Sanierungen von Gebäuden aus den 1960er und 1970er Jahren werden Scheinhauben manchmal angebracht, um einem Flachdachgebäude eine wohnlichere Wirkung zu geben.
Für Heimwerker ist die Scheinhaube eher selten ein eigenes Projekt, aber im Rahmen der Sanierung eines Geräteschuppens oder Gartenhauses kann eine einfache Scheinhaube die Optik erheblich verbessern.
Verwandte Begriffe
- Böhmisches Dach
- Mansarddach
- Attika
- Dachaufbau
- Flachdach
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