Eine Schadensfolgeklasse (consequence class) ist eine Einstufung nach dem Eurocode, die angibt, wie schwer die Folgen sind, wenn ein Tragwerk oder Bauteil versagt. Die Klasse reicht von CC1 (geringe Folgen) über CC2 (mittlere Folgen) bis CC3 (große Folgen) und bestimmt den Umfang von Berechnung, Kontrolle und Überwachung.
Anwendung
Die Schadensfolgeklasse richtet sich nach der Zahl der gefährdeten Personen sowie nach dem wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und ökologischen Schaden im Versagensfall. Ein Gartenhaus fällt unter CC1, ein Wohnhaus oder Bürogebäude in der Regel unter CC2 und ein Stadion, eine Tribüne oder ein Hochhaus unter CC3. Je höher die Klasse, desto strenger die Anforderungen: Ein CC3-Tragwerk erfordert umfangreichere Berechnungen, zusätzliche Entwurfsprüfungen und eine intensivere Überwachung der Ausführung.
Merkmale
Die Schadensfolgeklasse wirkt sich auf die Sicherheitsbeiwerte und auf den Grad der Qualitätssicherung aus. Im Bauordnungsrecht ist die Schadensfolgeklasse mit einer Risikoklasse verknüpft, die bestimmt, welche unabhängige Prüfung und Überwachung ein Bauwerk erfordert. So hängen die konstruktive Sicherheit und die rechtliche Überwachung unmittelbar zusammen.
Verwandte Begriffe
- konstruktion
- bauordnung
- fundament
- träger
- stütze
- stahl
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