Eine Rollschicht ist eine Reihe von Ziegelsteinen, die hochkant (auf der Kopfseite) verlegt werden, meist oberhalb einer Fenster- oder Tueröffnung oder als Abschluss auf einer Gartenmauer. Die Steine stehen vertikal statt horizontal, wodurch sich die Rollschicht optisch vom regulären Mauerwerk abhebt und eine dekorative Funktion erhält.
Wo wird eine Rollschicht verwendet?
| Position | Funktion |
|---|---|
| Über Fenstern und Türen | Dekorativer Sturzabschluss (oft mit einem Stahl- oder Betonsturz dahinter) |
| Oben auf einer Gartenmauer | Abdeckung, die Wasser ableitet |
| Am Übergang Sockel/Fassade | Markierung der Geländeoberkante |
| Als Zierstreifen in der Fassade | Dekoratives Element |
Rollschicht als Sturz
Eine Rollschicht über einem Fenster sieht aus wie ein Bogen oder eine gerade Reihe stehender Steine. Aber Achtung: Die Rollschicht selbst trägt das darüberliegende Mauerwerk nicht. Hinter oder über der Rollschicht befindet sich immer ein Sturz (Beton oder Stahl), der das Gewicht aufnimmt. Die Rollschicht ist rein dekorativ.
Mauern einer Rollschicht
1. Unterstützung — Eine Schablone oder ein Brett unter der Position der Rollschicht anbringen (diese stützt die Steine während des Mauerns)
2. Steine hochkant — Die Steine vertikal (auf den Kopf) mit Mörtel dazwischen verlegen
3. Fugen — Gleiche Fugendicke wie beim restlichen Mauerwerk (10 mm)
4. Unterstützung entfernen — Erst nachdem der Mörtel ausgehärtet ist
Verwandte Begriffe
- Sturz
- Mauerverband
- Fuge
- Mörtel