Eine Putzlehre ist ein beim Verputzen vorab aufgebrachter, schmaler Streifen Mörtel, der als Führung oder Höhenlinie zum Abziehen des aufgetragenen Putzes dient. Sie ist vergleichbar mit dem Arbeiten mit Leitschienen.
Merkmale
- Schmaler Mörtelstreifen, der auf der richtigen Höhe aufgebracht wird.
- Dient als Referenz- bzw. Höhenlinie für die ebene Fläche.
- Durch das Anlegen mehrerer Putzlehren auf der richtigen Höhe entsteht ein Raster aus Referenzpunkten.
- Zwischen den Putzlehren wird der Mörtel mit der Abziehlatte abgezogen, wodurch eine gleichmäßige Schichtdicke entsteht.
- Niederländisch: guide. Englisch: plaster guide / screed rail.
Anwendung
Putzlehren werden beim Verputzen größerer oder hoher Wand- und Deckenflächen verwendet, bei denen ebenes Arbeiten ohne Referenz schwierig ist. Der Verputzer bringt zunächst in regelmäßigen Abständen Putzlehren an und prüft, ob diese sauber in einer Ebene liegen. Anschließend wird zwischen den Lehren Mörtel aufgetragen und mit der Abziehlatte abgezogen: Die Latte stützt sich auf den Lehren ab und streift überschüssiges Material ab. So entsteht eine ebene Fläche mit gleichmäßiger Schichtdicke. Diese Arbeitsweise verhindert Wölbungen oder Vertiefungen und bildet die Grundlage für ein sauberes Endergebnis, egal ob Unterputz oder Oberputz.
Verwandte Begriffe
- Abziehlatte
- Richtlatte
- Abziehen
- Unterputz
- Putzschicht
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