Eine Mörtelnut (niederländisch kalksponning) ist eine Nut im Schenkel eines Fenster- oder Türrahmens, an der Stelle, wo das Mauerwerk an den Rahmen anschließt. Beim Mauern wird diese Nut mit Mörtel gefüllt, sodass eine feste, dichte Verbindung zwischen dem hölzernen Rahmen und dem steinernen Material entsteht. Im Niederländischen heißt sie auch kloostersponning.
Warum eine Mörtelnut?
Holz und Mauerwerk sind sehr unterschiedliche Materialien, die sich verschieden verhalten und schwinden. Stoßen sie gerade aneinander, entsteht schnell eine durchgehende, gerade Fuge, durch die Feuchtigkeit und Zugluft eindringen können. Durch das Einfräsen einer Nut in den Rahmenschenkel und das Verfüllen mit Mörtel greift das Mauerwerk gewissermaßen in den Rahmen ein. Das verhindert:
- Eine durchgehende Fuge — der Mörtel ist in der Nut verankert
- Eindringende Zugluft entlang des Rahmenrandes
- Verschieben des Rahmens gegenüber der Wand
Anwendung
Die Mörtelnut wird vor allem bei Innenwänden und beim traditionellen Mauerwerk rund um Rahmen angewendet. Die Nut ist in der Regel etwa 8 mm tief und rund 65 mm breit; das genaue Maß hängt vom verwendeten Werkzeug und der Stärke des Rahmenschenkels ab.
In der Praxis ist die Mörtelnut zusammen mit einer sorgfältigen Ausbildung des Anschlusses (etwa einer luftdichten Dichtstoff- oder Folienabdichtung) ein Detail, das Feuchteschäden und Fugen vermeiden hilft.
Verwandte Begriffe
- Falz
- Rahmen
- Mauerwerk
- Laibung
- Anschluss
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