Eine Metope ist das annähernd quadratische, glatte Feld zwischen zwei Triglyphen im Fries eines dorischen Tempels. Triglyphen sind die Blöcke mit den drei senkrechten Schlitzen; dazwischen sitzt jeweils eine Metope. Zusammen bilden sie den charakteristischen, rhythmischen Fries der dorischen Ordnung.
Lage im Gebälk
Das Gebälk eines antiken Tempels besteht von unten nach oben aus:
- Architrav — der tragende Balken unmittelbar auf den Säulen
- Fries — bei der dorischen Ordnung abwechselnd Triglyphen und Metopen
- Geison (Kranzgesims) — der auskragende obere Abschluss
Herkunft der Form
Die dorische Ordnung gilt allgemein als versteinerte Wiedergabe einer älteren Holzkonstruktion. Die Triglyphen werden dann als Stirnseiten der Deckenbalken gedeutet, die Metopen als die Felder dazwischen — ursprünglich offen oder mit einer Platte verschlossen. In Stein ausgeführt wurden diese Felder zu einem dankbaren Bildträger.
Bildschmuck
Metopen sind oft mit Relief verziert: mythologische Szenen mit Göttern, Kentauren oder Heroen, meist eine Szene je Feld. Die bekanntesten Beispiele sind die Metopen des Parthenon in Athen; ein Teil befindet sich im British Museum, ein Teil in Athen. Bei einfacheren Bauten blieben die Metopen glatt oder wurden nur bemalt.
Ein klassisches Entwurfsproblem ist der Triglyphenkonflikt: An der Gebäudeecke muss die Triglyphe genau auf die Ecke treffen, gleichzeitig aber über der Säulenachse stehen. Griechische Baumeister lösten das, indem sie die Ecksäulen etwas enger rückten und die letzte Metope leicht verbreiterten.
Verwandte Begriffe
- Fries
- Dorische Ordnung
- Gebälk
- Architrav
- Guttae
- Relief
- Säulenordnungen
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