Eine Kölner Rinne (niederländisch “keulse goot”) ist eine verdeckte (verborgene) Dachrinne, die das Regenwasser nicht am Dachrand, sondern innen — über oder unter dem Dachboden — zur anderen Seite des Gebäudes leitet. Die Rinne liegt dadurch unsichtbar in der Dachkonstruktion statt sichtbar an der Fassade. Der Name verweist auf die Bautradition aus dem Rheinland um Köln.
Funktion
- Das Wasser gelangt in eine Rinne, die innerhalb der Dachform versenkt liegt
- Von dort strömt es durch die Konstruktion zu einem Ablaufpunkt auf der gegenüberliegenden oder Innenseite
- Die Rinne ist mit Zink, Blei, EPDM oder einer anderen wasserdichten Schicht ausgekleidet
Anwendung
- Historische und repräsentative Gebäude, wo eine sichtbare Rinne unerwünscht war
- Situationen, in denen die Fassade bis über die Rinne hinaufreicht, etwa hinter einer Brüstung oder Traufleiste
Zu beachten
- Leckagerisiko: eine verdeckte Rinne liegt über dem bewohnten Raum; ein Leck wird oft erst spät bemerkt, wenn bereits Wasserschaden unter dem Dachboden entstanden ist
- Verstopfung durch Laub oder Schmutz kann zu erheblichem Schaden in den unteren Geschossen führen — Laubfänge einsetzen und regelmäßig prüfen
- Für eine großzügige Rinne und einen guten Notüberlauf sorgen, damit das Wasser bei Verstopfung sicher abfließen kann
Verwandte Begriffe
- Rinne
- Dachrinne
- Kastenrinne
- Regenwasserableitung
- Kehlrinne
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