Eine Kölner Decke (niederländisch “keuls plafond”) ist ein früher Stuckdeckentyp, bei dem nicht nur die Felder zwíschen den Balken, sondern auch die Balken selbst mit Stuck verkleidet und verziert sind. Die Balkenköpfe werden oft mit geschwungenen Stuckverbindungen verbunden, und der Mittelteil der Balken kann verbreitert und mit Ornamenten verziert werden. Das älteste bekannte Beispiel stammt von 1592 aus Köln.
Funktion und Aufbau
- Über die hölzerne Balkenlage und Zwischenlatten oder gespaltene Zweige wird eine Kalkstuckschicht aufgetragen
- So verschwindet das Holzwerk unter einer ebenen, geschlossenen Stuckfläche
- Auf den Stuck kommen dekorative Motive; ursprünglich oft in anderen Farben als Weiß
Anwendung
- Zierdecken in historischen Gebäuden, Kirchen und repräsentativen Räumen
- Der Typ entstand, um Dickenunterschiede der Balken zu einer glatten Decke auszugleichen
Zu beachten
- Eine Kölner Decke wirkt am besten bei einfachen, einfachen Balkenlagen; bei zusammengesetzten Balkenlagen mit Unter- und Nebenbalken würde der Stuck überladen wirken
- Bei der Restaurierung ist Vorsicht geboten: der historische Stuck und die Farbschichten sind empfindlich und wertvoll
- Die Instandsetzung erfordert einen Stuckateur mit Erfahrung im Kalkstuck
Verwandte Begriffe
- Putzschicht
- Balkenlage
- Kassettendecke
- Ornament
- Fries
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