Eine Hubbrücke ist eine bewegliche Brücke, deren Brückendeck horizontal bleibt und senkrecht angehoben wird. Zu beiden Seiten stehen Hubtürme; zwischen diesen Türmen wird das komplette Deck gerade nach oben gehoben, sodass unter der Brücke mehr Durchfahrtshöhe für die Schifffahrt entsteht.
Funktionsweise
- Hubtürme — zwei Türme tragen den Hubmechanismus
- Gegengewichte — grosse Gewichte in den Türmen halten das Brückendeck im Gleichgewicht, sodass wenig Kraft zum Anheben nötig ist
- Seile und Scheiben — das Deck hängt an Seilen, die über Scheiben oben in den Türmen laufen
- Antrieb — Motoren heben und senken das Deck
Da das Deck horizontal bleibt, ist eine Hubbrücke für Bahn- und Strassenverkehr über grosse Spannweiten geeignet.
Anwendung
- Schifffahrtsrouten — wo hohe Schiffe passieren müssen, aber eine feste hohe Brücke unerwünscht ist
- Eisenbahnbrücken — das horizontale Deck ist günstig für den Zugverkehr
- Ein bekanntes niederländisches Beispiel ist die Eisenbahnbrücke De Hef über die Koningshaven in Rotterdam
Worauf achten
- Begrenzte Durchfahrtshöhe — anders als bei einer Klapp- oder Zugbrücke bleibt immer eine Maximalhöhe (die angehobene Stellung des Decks)
- Wartezeit — das Heben und Senken kostet Zeit, was Strassen- und Schiffsverkehr beeinflusst
Verwandte Begriffe
- Brücke
- Klappbrücke
- Zugbrücke
- Drehbrücke
- Bauwerk
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