Eine Hohldielendecke ist ein vorgefertigtes Betondeckenelement, in dem über die Länge Hohlkammern (Röhren) ausgespart sind. Diese Hohlräume verringern das Gewicht der Decke, ohne die Tragfähigkeit stark zu beeinträchtigen. Die Platten werden im Werk aus Spannbeton hergestellt und auf der Baustelle mit einem Kran nebeneinander verlegt. Man spricht auch von Hohlplatten oder Spannbeton-Hohldielen.
Aufbau und Eigenschaften
- Vorgespannt — in den Platten liegen vorgespannte Stahllitzen, die die Decke bei großen Spannweiten tragfähig machen
- Leichter als eine Massivdecke — dank der Hohlkammern, was Transport und Montage erleichtert
- Standardbreite — die Platten sind in der Regel etwa 1,20 Meter breit; die Dicke variiert grob von 150 bis 400 mm, je nach Spannweite und Belastung
- Große Spannweite — je nach Dicke sind Spannweiten bis etwa 16 bis 20 Meter möglich
Anwendung
Hohldielendecken werden häufig verwendet im:
- Wohnungsbau — als Geschossdecke, besonders bei Mehrfamilienhäusern
- Objektbau — Büros, Schulen, Parkhäuser und Hallen
- Decken, die frei von Zwischenstützen bleiben sollen, dank der großen Spannweite
Vorteile und Verarbeitung
Der große Vorteil ist die schnelle Montage: Die Platten werden direkt auf die tragenden Wände oder Träger gelegt, danach werden die Fugen zwischen den Platten mit Mörtel vergossen. Häufig wird zusätzlich eine dünne, bewehrte Aufbetonschicht darüber gegossen, für eine mittragende, steife Deckenscheibe. Leitungen werden in den Kammern, der Aufbetonschicht oder einem Estrich verlegt.
Verwandte Begriffe
- Fertigteil
- Spannbeton
- Aufbeton
- Spannweite
- Elementdecke
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