Eine Hebeluke ist die verschließbare Öffnung in der Fassade oder Dachfläche, durch die mit Hilfe eines Hebebalkens Waren hineingehievt werden. In jedem Geschoss eines Lagerhauses oder Grachtenhauses sitzt oft eine solche Luke, direkt unter dem Hebebalken im Giebel.
Aufbau
- Lukenöffnung — eine Tür- oder Fensteröffnung in der Fassade, meist übereinander pro Geschoss
- Lukentüren — ein oder zwei nach außen oder innen öffnende Flügel
- Band und Kloben — die Beschläge, an denen die Luken drehen
- Schwelle — die Unterkante, über die die Last hineingleitet
Funktion
Der Hebebalken über der Luke und die leicht nach vorn geneigte Fassade (auf Flucht) sorgen dafür, dass die Last frei von der Mauer nach oben geht. In Höhe der richtigen Luke wird die Ware hineingezogen. Geschlossen schützen die Luken den Innenraum vor Wetter und Einbruch.
Anwendung
- Lagerhäuser — für das Einlagern von Handelsware in den Lagergeschossen
- Grachtenhäuser — für Möbel und große Güter, die nicht über die Treppe passen
- Bauernhöfe — eine Hebeluke im Giebel für die Heulagerung
- Umnutzung — beim Umbau werden Luken oft durch verglaste Elemente ersetzt, unter Erhalt der ursprünglichen Form
Verwandte Begriffe
- Hebebalken
- Laufrad
- Auf Flucht
- Lagerhaus
- Luke
- Giebel
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.