Eine Hängebrücke ist eine Brücke, bei der die Fahrbahn von senkrechten Hängern getragen wird, die an zwei großen, durchhängenden Haupttragkabeln hängen. Diese Hauptkabel laufen über hohe Türme (Pylone) und sind an den Enden fest im Boden verankert. Die Hängebrücke kann sehr große Entfernungen überbrücken und ist einer der bekanntesten Brückentypen der Welt.
Funktionsweise
Die Konstruktion einer Hängebrücke beruht auf Zugkräften in den Kabeln:
- Hauptkabel — zwei große Kabel hängen in einem Bogen (Kettenlinie) zwischen den Pylonen
- Pylone — hohe Türme tragen die Hauptkabel und leiten die Kraft zum Fundament
- Hänger — senkrechte Kabel verbinden die Hauptkabel mit der Fahrbahn
- Verankerung — an beiden Enden sind die Hauptkabel in schweren Ankerblöcken verankert, die die enorme Zugkraft aufnehmen
Die Fahrbahn hängt so gleichsam „aufgehängt” unter den Kabeln, wodurch große Spannweiten ohne Zwischenstützen möglich sind.
Anwendung
Hängebrücken werden dort verwendet, wo große Entfernungen überbrückt werden müssen:
- Große Flüsse und Meerengen — wo Zwischenstützen unmöglich oder unerwünscht sind
- Wasserwege — die freie Spannweite lässt die Schifffahrt ungehindert passieren
- Fußgänger- und Radfahrer-Hängebrücken — eine leichtere Variante, etwa über Schluchten oder in Parks
Unterschied zur Schrägseilbrücke
Eine Hängebrücke wird oft mit einer Schrägseilbrücke verwechselt. Bei einer Hängebrücke laufen die Hänger von durchhängenden Hauptkabeln; bei einer Schrägseilbrücke laufen gerade Seile direkt vom Pylon zur Fahrbahn. Beide eignen sich für große Spannweiten, aber die Kraftableitung unterscheidet sich.
Verwandte Begriffe
- Brücke
- Konstruktion
- Fundament
- Anker
- Hängende Bögen
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