Eine Grosette ist die französische Bezeichnung für das scharfe Vorspringen oder Auskragen der Umrahmung (Gesims/Profilierung) um ein Fenster- oder Türgewände. Es handelt sich um ein dekoratives Architekturdetail, das häufig an den Ecken der Umrahmung betont wird.
Merkmale
- Dekoratives Fassadendetail: Teil der Umrahmung (des Rahmenprofils um ein Gewände), nicht des Gewändes selbst.
- Die Umrahmung kragt an bestimmten Stellen scharf nach außen aus und bildet ein profiliertes Relief.
- Häufig an den Ecken der Umrahmung betont.
- Kann eine dreieckige oder eckig vorspringende Form haben.
- Bereichert das Fassadenbild durch Schattenwirkung und Plastizität.
Anwendung
Grosetten finden sich an klassisch und traditionell inspirierten Fassaden, bei denen die Umrahmung um Fenster und Türen zusätzliches Relief und Detaillierung erhält. Sie werden im Fassadenmaterial selbst ausgeführt (Naturstein, Mauerwerk, Stuck oder Putz) oder als separat angebrachtes Profil. Als rein ornamentales Detail hat die Grosette keine bauphysikalische Funktion; sie dient der Ästhetik und der architektonischen Gliederung der Fassade. Bei der Restaurierung historischer Gebäude ist es wichtig, die ursprüngliche Form und Profilierung genau zu erhalten oder zu rekonstruieren, da diese Eckbetonung den Charakter der Fassade wesentlich prägt.
Verwandte Begriffe
- Umrahmung
- Gesims
- Ornament
- Gewände
- Kranzgesims
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