Eine Glättkelle ist ein flaches Putzwerkzeug mit rechteckiger Platte und Griff, mit dem die Deckschicht von Putz, Stuck oder Mörtel aufgetragen und glatt abgerieben wird. In den Niederlanden heißt das Werkzeug dekspaan. Es ist eines der Grundwerkzeuge des Stuckateurs und sowohl im Innen- als auch im Außenbereich im Einsatz.
Form und Ausführung
Die Glättkelle besteht aus einem rechteckigen Blatt — meist 20 bis 30 cm lang und 12 bis 14 cm breit — mit Holz- oder Kunststoffgriff. Die Kanten sind leicht abgerundet, damit der Werkstoff streifenfrei verteilt werden kann.
Ausführungen:
- Edelstahl — am häufigsten für moderne Putze; bleibt glatt
- Verzinkter Stahl — günstig, für raue Untergründe und Kalkmörtel
- Kunststoff — für pigmentierte Putze, um Metallabrieb zu vermeiden
- Holz (Reibebrett) — traditionell, für Kalkstuck und Unterputz
Anwendung
Die Glättkelle wird zusammen mit dem Putzbrett (Falzkelle) verwendet, von dem der Stuckateur kleine Mengen mit der Maurerkelle entnimmt und auf die Glättkelle streicht. Anschließend wird der Putz in langen, gleichmäßigen Zügen auf Wand oder Decke aufgetragen; der Winkel bestimmt die Schichtdicke.
Einsatzbereiche
- Innenputz auf Wand und Decke — Gips-, Kalk- oder Zementputz
- Außenputz — Edel- und Strukturputze
- Ausgleichsschichten — Spachtelarbeiten und Unterputz
- Detailarbeiten — Ecken, Anschlüsse, Sockel
Unterschied zu anderen Spachteln
- Putzbrett — Aufnahme- und Verteilbrett für Mörtel
- Reibescheit / Reibebohle — zum Abziehen entlang einer Latte
- Großflächenglätter — breitere Variante für große Flächen
- Eckkelle — für Innen- und Außenecken
Verwandte Begriffe
- Putzschicht
- Unterputz
- Stuck
- Mörtel
- Maurerkelle
- Eckkelle
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