Eine Gipsplatte ist eine Bauplatte mit einem Kern aus Gips. Bei der Gipskartonplatte ist dieser Kern beidseitig mit festem Karton ummantelt; bei der Gipsfaserplatte ist der Gips durch beigemischte Fasern in der gesamten Masse verstärkt. Gipsplatten werden verwendet, um Wände, Decken und Dachschrägen eben und schnell auszubauen.
Anwendung
Gipsplatten werden auf einer Holz- oder Metallunterkonstruktion (Metallständerwerk) verschraubt und bilden so leichte, nichttragende Trennwände und Vorsatzschalen. Auch Decken und die Innenseite geneigter Dächer werden damit beplankt. Die Fugen werden mit Spachtelmasse und Bewehrungsstreifen zu einer nahtlosen Fläche verarbeitet, die direkt gestrichen oder verputzt werden kann.
Es gibt spezielle Ausführungen: feuchtebeständige Platten (für Badezimmer), feuerbeständige Platten und schalldämmende Platten. Die Wahl hängt vom Raum und den gestellten Anforderungen ab.
Merkmale
Gipsplatten sind leicht, feuerhemmend und einfach mit einem Cuttermesser zu verarbeiten: anritzen und brechen genügt. Standardplatten sind meist 12,5 mm dick. Zum Aufhängen schwerer Gegenstände sind spezielle Hohlraumdübel oder Gipsplattendübel nötig, da die Platte selbst wenig Gewicht tragen kann. In feuchten Räumen ist eine feuchtebeständige (grüne) Platte oder eine zementgebundene Platte sinnvoller.
Verwandte Begriffe
- Gips
- Gipsplattendübel
- Metallständerwerk
- Hohlraumdübel
- Putzschicht
- Sperrholz
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