Was ist eine Fundamentuntersuchung?
Eine Fundamentuntersuchung ist die Prüfung des Zustands und der Tragfähigkeit des Fundaments eines Gebäudes. Sie wird meist durchgeführt, um festzustellen, ob Fundamentprobleme wie Pfahlfäule oder Setzungen vorliegen.
Wie sie abläuft
Eine Fundamentuntersuchung beginnt häufig mit einer Schreibtischrecherche, bei der vorhandene Daten zu Baujahr, Bodenaufbau und früheren Meldungen ausgewertet werden. Danach folgt die Feldarbeit: Mit einer Schürfgrube oder Ausgrabung wird ein Pfahlkopf freigelegt, sodass das Holz aus der Nähe beurteilt werden kann. Eine Holzprobenanalyse im Labor zeigt, wie weit der Pilz- oder Bakterienbefall fortgeschritten ist. Zusätzlich werden der Grundwasserstand gemessen sowie Riss- und Lagerfugenmessungen durchgeführt, um Bewegungen des Gebäudes festzuhalten. Gemeinsam ergeben diese Schritte ein vollständiges Bild des Zustands.
Anwendung
Das Ergebnis einer Fundamentuntersuchung liefert ein begründetes Urteil über die Restlebensdauer des Fundaments und die Notwendigkeit einer Sanierung. Eigentümer nutzen den Bericht, um zu entscheiden, ob und wann eine Sanierung erforderlich ist, und Behörden sowie Kreditgeber stützen ihre Entscheidungen darauf. Auch beim Kauf eines Hauses in setzungsanfälligem Gebiet ist eine solche Untersuchung oft sinnvoll.
Verwandte Begriffe
- Pfahlfäule
- Drucksondierung
- Pegelrohr
- Fundamentsanierung
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