Was ist eine Erdelektrode?

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Eine Erdelektrode ist ein metallischer Stab oder eine Platte, die in den Boden getrieben oder eingegraben wird, um eine elektrische Verbindung mit der Erde herzustellen. Diese Verbindung ist wesentlich für die Erdung einer elektrischen Anlage. Bei einem Fehler oder Blitzeinschlag werden Fehlerströme sicher über die Erdelektrode in den Boden abgeleitet, um Personen und Geräte zu schützen.

Warum ist eine Erdelektrode nötig?

Die Erdung ist ein grundlegender Sicherheitsbestandteil jeder elektrischen Anlage. Ohne ordnungsgemäße Erdung kann bei einem Isolationsfehler das Gehäuse eines Geräts unter Spannung stehen. Eine Person, die das Gerät berührt, erleidet dann einen Stromschlag.

Die Erdelektrode sorgt dafür, dass:

  • Fehlerströme sicher in den Boden abgeleitet werden
  • Der Fehlerstromschutzschalter (FI-Schalter) bei einem Fehler auslösen kann
  • Blitzstrom kontrolliert abgeleitet wird
  • Statische Elektrizität keinen Schaden verursacht

Arten von Erdelektroden

Typ Beschreibung Anwendung
**Erdungsstab (Tiefenerder)** Kupfer- oder verzinkter Stahlstab (1,5-3 m lang) Standard bei Wohnhäusern und kleinen Gebäuden
**Erdungsplatte (Plattenerder)** Kupfer- oder verzinkte Stahlplatte (mindestens 0,5 m²) Bei hohem Erdwiderstand (trockener oder sandiger Boden)
**Ringerder** Verzinktes Stahlband rund um das Fundament Neubau — wird ins Fundament einbetoniert
**Fundamenterder** Bewehrungsstahl im Fundament als Erdung Moderner Neubau (günstig und effektiv)

Anwendung bei Heimwerker-Projekten

Erdungsstab einschlagen

Beim Bau eines Gartenhauses, Schuppens oder einer Werkstatt mit Stromanschluss ist eine Erdelektrode häufig vorgeschrieben:

1. Einen kupfer- oder verzinkten Erdungsstab (mindestens 1,5 m) in den Boden schlagen

2. Das Erdungskabel (mindestens 6 mm² Kupfer) mit einer Erdungsklemme am Stab befestigen

3. Das Erdungskabel mit der Erdungsschiene im Verteilerkasten verbinden

4. Die Anlage von einem zugelassenen Elektriker prüfen lassen

Erdwiderstand

Der Erdwiderstand (in Ohm) bestimmt, wie gut die Erdung funktioniert. In feuchtem Lehmboden ist der Widerstand niedrig (gut). In trockenem Sandboden kann der Widerstand zu hoch sein — dann ist ein längerer Erdungsstab oder eine Erdungsplatte erforderlich.

Normen

In Deutschland regelt die DIN VDE 0100 die Anforderungen an Erdungsanlagen und Erdelektroden.

Verwandte Begriffe

  • Fundament
  • Bewehrung
  • Stahl
  • Beton
  • Streifenfundament

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