Eine Deckplatte ist eine flache Platte, die auf eine Mauer, Stütze, einen Balken, eine Gründung oder eine Spundwand gelegt wird, um Lasten zu verteilen, das Bauteil zu schützen oder als Abschluss zu dienen. Je nach Einsatz besteht sie aus Beton, Naturstein, Kunststein, Holz oder Metall und kann konstruktiv oder gestalterisch sein.
Funktionen einer Deckplatte
Eine Deckplatte kann mehrere Aufgaben übernehmen:
- Lastverteilung — etwa unter einer Stütze auf einer Gründung
- Abdeckung einer Wand — Schutz vor Regen und Frost auf Mauerwerk
- Verbindung von Bauteilen — Kopplung benachbarter Balken oder Pfähle
- Gestalterischer Abschluss — bei Gartenmauern, Schornsteinen und Brüstungen
- Schutz — Abdeckung von Spundwänden oder Stützmauern gegen Feuchte und Erosion
Arten von Deckplatten
- Betonfertigteil-Deckplatte — auf Gründungsbalken, Pfahlköpfen oder Mauern
- Naturstein-Deckplatte — auf Gartenmauern, monumentalen Fassaden und Grabsteinen
- Aluminium- oder Zinkdeckplatte — Abdeckung von Brüstungen und Attiken auf Flachdächern
- Holzdeckplatte — im Holzbau als Lastverteilplatte unter Schraubverbindungen
- Stahldeckplatte — bei Spundwänden und Pfeilerköpfen
Konstruktive Deckplatte
Im Stahlbetonbau wird eine Deckplatte häufig als Pfahlkopfverbreiterung eingesetzt: ein quadratischer Betonblock oben auf einem Pfahl, auf dem eine Stütze oder ein Träger ruht. Außerdem bezeichnet der Begriff die oberste Schicht eines Fertigteils, etwa die statisch wirksame Aufbetonschicht auf einer Elementdecke oder Hohlplatte.
Architektonische Deckplatte
In der klassischen Architektur ist die Abakusplatte auf einem Kapitell eine besondere Deckplatte, die den Architrav von der Säule trennt. Bei Gartenmauern ist die Deckplatte ein ästhetischer Abschluss und gleichzeitig ein Feuchteschutz.
Verwandte Begriffe
- Beton
- Gründung
- Brüstung
- Mauerabdeckung
- Abakus
- Aufbetonschicht
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