Eine Dachfläche (auch Dachschild genannt) ist eine durchgehende, geneigte Oberfläche eines Steildachs, begrenzt durch First, Grat, Kehle, Traufe und/oder Ortgang. Ein Dach kann je nach Dachform aus einer oder mehreren Dachflächen bestehen.
Anzahl und Lage der Dachflächen pro Dachform
Die Anzahl der Dachflächen hängt direkt mit der gewählten Dachform zusammen:
- Pultdach — eine Dachfläche
- Satteldach — zwei Dachflächen (Vorder- und Rückseite)
- Walmdach — vier Dachflächen (zwei lange und zwei kürzere dreieckige Dachflächen)
- Zeltdach — vier dreieckige Dachflächen, die in einem Punkt zusammentreffen
- Mansarddach — vier Dachflächen in zwei Neigungswinkeln pro Seite
- Kreuzdach — mehrere Dachflächen durch gekoppelte Dachformen
Elemente, die eine Dachfläche begrenzen
- First — die horizontale obere Kante, an der zwei Dachflächen aufeinandertreffen
- Grat — die hervorstehende Kante zwischen zwei Dachflächen, z. B. beim Walmdach
- Kehle — die einspringende Kante zwischen zwei Dachflächen (beim Kreuzdach)
- Traufe — die untere Kante der Dachfläche, an der die Dachrinne oder der Überstand beginnt
- Ortgang — die seitliche Kante entlang eines Giebels
Aufbau einer Dachfläche
Eine Dachfläche besteht von innen nach außen meist aus:
- Sparren oder Pfetten mit darauf den Konterlatten
- Dachschalung oder diffusionsoffene Folie
- Konterlatten und Dachlatten
- Dachdeckung — Dachziegel, Schiefer, Reet, Zink oder Bitumen
Anwendung
Form und Neigungswinkel der Dachfläche bestimmen das Erscheinungsbild eines Gebäudes, das Wasserableitungs- und Wärmedämmverhalten sowie die nutzbare Wohnfläche im Dachgeschoss. Bei der Berechnung des U-Wertes und der benötigten Dachdeckung wird pro Dachfläche gerechnet.
Verwandte Begriffe
- First
- Grat
- Kehle
- Traufe
- Dachneigung
- Dachform
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