Eine Bodenart ist ein Bodentyp, eingeteilt nach Korngröße und Zusammensetzung. Die wichtigsten Bodenarten sind Sand, Ton, Torf, Lehm und Kies. Welche Bodenart unter einem Bauwerk liegt, bestimmt maßgeblich die Tragfähigkeit, die Setzung und die Wahl der Gründung.
Die wichtigsten Bodenarten
- Sand — lockerer, grobkörniger Boden, der Wasser gut durchlässt. Trägt gut, wenn er verdichtet ist, und wird oft als Auffüll- und Gründungsmaterial verwendet.
- Ton — feinkörniger, bindiger Boden, der Wasser schlecht durchlässt. Ton kann bei wechselnder Feuchte schrumpfen und quellen und ist zusammendrückbar (setzungsempfindlich).
- Torf — organischer Boden aus Pflanzenresten. Weich, leicht und stark zusammendrückbar; Bauen auf Torf erfordert fast immer eine Pfahlgründung.
- Lehm — Gemisch aus Sand, Schluff und Ton; mäßig durchlässig und einigermaßen tragfähig.
- Kies — grobkörnig und sehr gut durchlässig; fest und gut tragfähig.
Bedeutung für den Bau
Die Bodenart bestimmt unter anderem:
- Tragfähigkeit und Gründung — auf Sand oder Kies ist manchmal eine Flachgründung möglich, auf Ton und Torf meist eine Pfahlgründung
- Setzung — wie stark ein Gebäude absinkt; Ton und Torf setzen viel, Sand wenig
- Entwässerung und Wasserhaltung — wie schnell Wasser versickert oder stehen bleibt
- Aushub und Böschungen — wie stabil eine Baugrube bleibt
Bodenart und Aufbau des Untergrunds werden mit einer Baugrunduntersuchung ermittelt, etwa mit Sondierungen und Bohrungen.
Verwandte Begriffe
- Bodenmechanik
- Baugrunduntersuchung
- Tragfähigkeit
- Setzung
- Fundament
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