Eine Baugrunduntersuchung ist das Erfassen von Aufbau, Zusammensetzung und Tragfähigkeit des Bodens an einem Bauplatz, damit eine sichere und passende Gründung entworfen werden kann. Es ist eine geotechnische Untersuchung, die vorab Aufschluss darüber gibt, was sich unter der Geländeoberfläche befindet.
Methoden
Die Baugrunduntersuchung erfolgt mit verschiedenen Techniken, oft in Kombination:
- Drucksondierung — eine Sonde wird in den Boden gedrückt und misst den Widerstand; damit werden die tragfähigen Schichten bestimmt
- Bohrung — mit einem Erdbohrer werden Proben aus verschiedenen Tiefen entnommen
- Pegelrohr — zum Messen des Grundwasserstands
- Laboruntersuchung — Bestimmen von Eigenschaften wie Zusammendrückbarkeit, Korngrößenverteilung und Wasserdurchlässigkeit
Warum ist sie nötig?
Die Baugrunduntersuchung verhindert Überraschungen und Schäden während und nach dem Bau:
- Gründungsentwurf — bestimmen, in welcher Tiefe tragfähiger Boden liegt und ob Pfähle nötig sind
- Setzungskontrolle — Vorhersagen von Absinken und Schiefstellung
- Baugrube und Wasserhaltung — Einblick in Grundwasser und Stabilität
- Risikominderung — Vermeiden kostspieliger Nachträge durch unbekannten Untergrund
Unterschied zur umweltkundlichen Bodenuntersuchung: Diese richtet sich auf die Verunreinigung von Boden und Grundwasser, während die Baugrunduntersuchung die geotechnischen Eigenschaften für das Bauwerk betrifft.
Verwandte Begriffe
- Bodenmechanik
- Geotechnik
- Erdbohrer
- Fundament
- Setzung
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