Die Aufkantung ist der leicht hochstehende Rand an der Rückseite einer äußeren Fensterbank unter einem Fensterrahmen. Im Niederländischen heißt dieses Detail klik. Seine Aufgabe ist wasserführend: Regenwasser, das auf die Fensterbank fällt oder gegen die Fassade spritzt, wird zurückgehalten und kann nicht unter dem Rahmen hindurch oder seitlich über die Laibung in die Wand laufen.
Äußere Fensterbänke werden deshalb flach und mit Aufkantung angeboten. Die Höhe beträgt einige Zentimeter; was im Einzelfall passt, hängt von der Lage des Rahmens gegenüber dem Mauerwerk ab. Die Maße unterscheiden sich je Hersteller — beim Lieferanten nachfragen.
Anwendungen
- Unter Außenfenstern — die Standardlösung unter Fenstern in einer Mauerwerksfassade
- Bei Renovierungen — wird ein Rahmen ersetzt und stimmt das vorhandene Niveau nicht, kann eine Bank mit höherer oder ohne Aufkantung den Anschluss lösen
- Hinter Bekleidungen — wo Wasser hinter die Fassadenbekleidung gelangen kann, muss ein anderes Bauteil diese abweisende Funktion übernehmen
Worauf zu achten ist
- Den Rahmen nie direkt aufsetzen — Holz, das im Wasser steht, fault. Es gehören Abstand, Belüftung und eine Abdichtung dazu; Abstandhalter oder Fensterbankclips halten das Rahmenholz vom Stein fern
- Überstand — die Fensterbank muss ausreichend vor die Fassade vorstehen (in der Praxis mindestens etwa 4 bis 5 cm) und eine Wassernase oder abgeschrägte Unterseite haben, sonst laufen Schmutzstreifen über die Fassade
- Die Fuge ist kein Dach — die Dichtstofffuge zwischen Rahmen und Fensterbank ist eine Abdichtung, keine Wasserführung; versagt die Aufkantung, rettet die Fuge es nicht
- Gefälle — die Fensterbank muss mit Gefälle nach außen liegen, damit das Wasser abläuft
Verwandte Begriffe
- Wassernase
- Schwelle
- Fensterrahmen
- Laibung
- Wasserabwehr
- Tropfleiste
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