Ein Widerhakennagel (niederländisch “hakkelbout”) ist eine Art schwerer Nagel, im Querschnitt quadratisch, der an einer oder mehreren Seiten mit geschmiedeten Widerhaken aus Schmiedeeisen versehen ist. Diese Widerhaken werden im Niederländischen “hakkels” genannt.
Merkmale
Der Widerhakennagel unterscheidet sich von einem gewöhnlichen Nagel durch seine Form und seine Widerhaken:
- Quadratischer Querschnitt
- Aus Schmiedeeisen geschmiedet
- Widerhaken an einer oder mehreren Seiten
- Sehr hoher Auszugswiderstand
Durch die Widerhaken tritt der Nagel, einmal eingetrieben, so gut wie nie wieder aus dem Holz aus. Das macht die Verbindung besonders dauerhaft und zuverlässig.
Anwendung
Früher wurde der Widerhakennagel häufig für Holzverbindungen in Fundamenten verwendet, zum Beispiel für die Verbindung zwischen einem Rammpfahl und dem Querholz, das die Pfähle verbindet. Gerade bei Fundamenten, die dauerhaft belastet und mitunter Zugkräften ausgesetzt sind, war eine Verbindung, die sich nicht lösen konnte, von großer Bedeutung.
Die Widerhaken sorgten dafür, dass sich der Nagel im Holz festsetzte und nicht zurückwanderte, auch nicht unter wechselnder Belastung. Heute ist der Widerhakennagel vor allem ein historischer Fachbegriff, dem man an alten Holzfundamenten begegnet; im modernen Bau werden andere Verbindungsmittel eingesetzt.
Verwandte Begriffe
- Querholz (kesp)
- Rammpfahl
- Holzverbindung
- Drahtnagel
- Fundament
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