Ein vertikaler Garten, auch Fassadenbegrünung genannt, ist ein senkrecht angelegter Garten, in dem Pflanzen an oder gegen eine Wand wachsen statt auf dem Boden. Es ist eine Form von Fassadengrün, bei der eine Mauer, Fassade oder freistehende Wand in eine lebende, grüne Wand verwandelt wird.
Systeme
Ein vertikaler Garten wird auf verschiedene Weise aufgebaut:
- Kastensystem — Pflanzkästen oder Kassetten mit Blumenerde, übereinander an der Wand
- Mattensystem — Filz- oder Steinwollmatten, in denen die Pflanzen wurzeln, versorgt durch Bewässerung
- Hydrokultur — Pflanzen, die auf Wasser und Nährstoffen ohne Erde wachsen
- Kletterpflanzen mit Drahtsystem — eine einfache, bodengebundene Variante
Fast alle Systeme benötigen eine automatische Bewässerung und eine feuchtigkeitsschützende Trennung von der dahinterliegenden Konstruktion.
Anwendung und Vorteile
- Fassaden und Innenwände — dekoratives Grün, das wenig Grundfläche beansprucht
- Kleine Gärten und Balkone — Grün an Stellen, wo horizontaler Platz fehlt
- Kühlung und Luftqualität — Pflanzen nehmen Wärme und Feinstaub auf
- Schalldämpfung und Biodiversität — der Bewuchs dämpft Schall und zieht Insekten an
Hinweise
Ein vertikaler Garten erfordert Pflege, eine zuverlässige Wasserversorgung und die richtige Pflanzenwahl für den Standort (Sonne oder Schatten, innen oder außen). Ohne gute Pflege trocknet die Wand schnell aus.
Verwandte Begriffe
- Grüne Fassade
- Grüne Wand
- Begrünte Wand
- Gründach
- Klimaanpassung
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