Ein Spitzboden ist ein kleiner, niedriger Raum über dem Dachboden, direkt unter dem Dachfirst. Es ist das oberste „Stockwerk” eines Hauses, aber aufgrund der begrenzten Höhe nicht als Wohnraum geeignet. Ein Spitzboden wird hauptsächlich zur Lagerung von Saisonartikeln wie Koffern, Weihnachtsdekoration und Kartons genutzt.
Merkmale eines Spitzbodens
| Merkmal | Typisch |
|---|---|
| Stehhöhe | 0,80 – 1,80 m |
| Zugang | Bodentreppe oder Luke |
| Boden | Lose Bretter oder Spanplatten auf Balken |
| Dämmung | Meist ungedämmt |
| Heizung | Keine |
| Tageslicht | Keines oder minimal (manchmal ein kleines Dachfenster) |
Spitzboden als Lager nutzen
- Gewicht verteilen — Schwere Gegenstände nahe der Wände platzieren, wo die Balken auf der Mauer aufliegen
- Bodenplatten verlegen — 18 mm Spanplatte oder OSB auf den Balken für eine ebene Lagerfläche
- Nicht überladen — Ein Spitzboden ist nicht für Wohnlasten berechnet; maximal 75 kg/m²
- Belüftung — Für ausreichende Luftzirkulation sorgen, um Feuchtigkeitsprobleme zu vermeiden
Spitzboden dämmen
Wenn der Dachboden darunter als Wohnraum dient, ist es sinnvoll, den Spitzboden-Boden zu dämmen statt das Schrägdach:
1. Mineralwolle zwischen den Balken — 150-200 mm dick
2. Dampfsperre an der Unterseite (warme Seite)
3. Bodenplatten darüber — Der Spitzboden kann weiterhin als Lager genutzt werden
Das ist günstiger und einfacher als die Dachschräge zu dämmen.
Häufige Fehler
- Zu viel Gewicht lagern — Spitzbodenbalken sind dünner als reguläre Geschossdeckenbalken
- Gegenstände ans Dach stellen — Blockiert die Belüftung, Risiko von Feuchtigkeitsproblemen
- Keine Beleuchtung — Eine einfache Lampe macht den Spitzboden deutlich nutzbarerer
Verwandte Begriffe
- Dachboden
- Pfetten
- Dachbinder
- Mineralwolle
- Dachdämmung
- Dampfsperre