Dachlicht (auch Oberlicht genannt) ist ein Sammelbegriff für alle Öffnungen und Verglasungen im Dach, die natürliches Tageslicht von oben in den darunterliegenden Raum einfallen lassen.
Arten von Dachlicht
Es gibt verschiedene Bauformen, die als Dachlicht eingesetzt werden:
- Dachflächenfenster: In die Dachschräge eingebaute Fenster, die bündig mit der Dachfläche liegen. Sie können zum Lüften geöffnet werden und sind die häufigste Form im Wohnungsbau.
- Lichtkuppeln: Gewölbte, transparente Kunststoffhauben auf Flachdächern. Sie lassen viel Licht ein und sind in verschiedenen Formen erhältlich (rund, quadratisch, rechteckig).
- Lichtbänder: Längliche, zusammenhängende Verglasungen auf Flachdächern, häufig in Industrie- und Gewerbebauten anzutreffen.
- Oberlichter (Skylights): Festverglaste oder öffenbare Glasflächen, die horizontal oder leicht geneigt im Dach eingebaut werden.
Vorteile von Dachlicht
Licht von oben hat gegenüber seitlich einfallenden Fensterlicht entscheidende Vorteile. Dachlichter liefern bis zu dreimal mehr Tageslicht als gleich große Wandfenster, da das Licht ungehindert und gleichmäßiger einfällt. Das verbessert die Raumausleuchtung, spart Energiekosten für künstliche Beleuchtung und steigert das Wohlbefinden der Bewohner.
Zudem ermöglichen öffenbare Dachlichter eine effektive natürliche Belüftung durch den Kamineffekt: Warme Luft steigt nach oben und entweicht durch die geöffnete Dachöffnung.
Anwendung
Dachlichter kommen im Wohnungsbau (Dachgeschossausbau), im Gewerbebau (Hallen, Büros) und bei öffentlichen Gebäuden zum Einsatz. Bei der Planung müssen der Sonnenschutz, die Wärmedämmung und die Abdichtung besonders berücksichtigt werden. Moderne Dachfenster verfügen über Mehrfachverglasung, integrierte Rollos und teilweise über Sensoren, die das Fenster bei Regen automatisch schließen.
Verwandte Begriffe
- Dachfenster
- Lichtkuppel
- Oberlicht
- Lichtband
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