Ein Injektionsschlauch ist ein perforierter Schlauch, der vorab in oder entlang einer Arbeitsfuge des Betons einbetoniert wird, sodass diese Fuge später mit einem Injektionsmittel wasserdicht gemacht werden kann. Es ist ein vorbeugendes System, um Undichtigkeiten an der Naht zwischen zwei Betonieretappen zu verhindern oder zu beheben.
Wie funktioniert es?
Bei großen Betonkonstruktionen wird nicht alles auf einmal betoniert. Am Übergang zwischen einer älteren und einer neueren Etappe entsteht eine Arbeitsfuge, eine Schwachstelle, durch die Wasser eindringen kann. Der Injektionsschlauch wird genau auf dieser Naht platziert und einbetoniert. Die Enden bleiben zugänglich. Wenn die Fuge später undicht wird — oder vorbeugend — wird unter Druck ein Injektionsmittel (zum Beispiel ein Harz oder ein zementgebundenes Gel) durch den Schlauch gepresst. Dieses Mittel tritt durch die Perforationen aus und füllt die Naht, wodurch sie abgedichtet wird.
Anwendung
- Keller und Wannenkonstruktionen — Abdichten von Arbeitsfugen in unterirdischen, wasserundurchlässigen Betonkonstruktionen
- Fundamente und Stützwände — Fugen, die unter dem Grundwasserstand liegen
- Tunnel und Tiefgaragen — wo Undichtigkeit nicht akzeptabel ist
- Schwimmbecken und Wasserbecken — Abdichten von Nähten auf der wasserseitigen Seite
Zu beachten
- Der Schlauch muss vor dem Betonieren genau auf der Fuge befestigt werden und darf nicht beschädigt werden
- Die Injektionspunkte müssen zugänglich und erkennbar bleiben
- Manche Systeme sind einmalig verpressbar, andere wiederverwendbar; wählen Sie je nach Anwendung
Verwandte Begriffe
- Betoninjektion
- Dehnfuge
- Wassersperre
- Keller
- Beton
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