Das Geison ist in der klassischen (griechischen) Baukunst das auskragende Kranzgesims des Gebälks (Entablement), das sich oberhalb des Frieses und unterhalb der Sima oder des Giebels befindet. Es bildet den oberen horizontalen Abschluss des Gebälks.
Merkmale
Das Geison kragt stark über die darunterliegenden Teile der Fassade aus.
- Liegt oberhalb des Frieses und unterhalb der Sima (Traufleiste) oder des Giebels
- Springt weit nach vorne und wirft dadurch einen deutlichen Schatten
- An der Unterseite oft mit einer Tropfkante oder Mutuli versehen
- Bestandteil der klassischen Ordnungen wie der dorischen und ionischen Ordnung
Die Auskragung sorgt dafür, dass Regenwasser von der Fassade abgeleitet wird und nicht an den darunterliegenden Teilen herabläuft. Die Schattenwirkung betont zudem die horizontale Gliederung des Gebäudes.
Anwendung
Das Geison findet sich vor allem in der klassischen und klassisch inspirierten Architektur.
- Griechische und römische Tempel
- Klassische Säulenordnungen
- Neoklassizistische Fassaden und Denkmäler
- Schutz von Fries und Architrav vor Regen
Verwandte Begriffe
- Gebälk
- Kranzgesims
- Fries
- Architrav
- Dorisch
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