Ein Gazebo ist ein freistehender, überdachter Gartenpavillon mit meist offenen Seiten und einem Spitzdach, oft sechs- oder achteckig in der Form. Er bietet Schatten und einen geschützten Sitzplatz mitten im Garten und ist eng mit der Pergola und dem Gartenhäuschen verwandt.
Form und Konstruktion
Ein Gazebo besteht in der Regel aus mehreren Pfosten, die eine Dachkonstruktion tragen. Die Seiten bleiben meist offen, sodass der Pavillon luftig bleibt und der Blick in den Garten erhalten bleibt. Mitunter werden niedrige Brüstungen, Lattenwerk oder Vorhänge ergänzt, um mehr Schutz zu bieten.
Der typische Aufbau besteht aus:
- Fundament oder Punktfundamenten — Betonfundamente oder Bodenanker halten die Pfosten stabil und trocken
- Pfosten — meist sechs oder acht Stützen, die das Dach tragen
- Ringbalken — verbindet die Pfosten oben und trägt das Dach
- Dachkonstruktion — Sparren oder Pfetten, die zu einem zentralen Punkt laufen und so das charakteristische Spitzdach bilden
- Dacheindeckung — Dachschindeln, Reet, Ziegel oder Polycarbonat
Materialien
Gazebos werden häufig aus Holz gebaut, etwa aus imprägniertem Fichtenholz oder dem dauerhafteren Douglasie oder Lärche. Auch Metallmodelle und Bausätze sind erhältlich. Für die Dacheindeckung wählt man je nach gewünschter Atmosphäre Bitumenschindeln, Dachziegel oder durchsichtiges Polycarbonat.
Heimwerken und Anwendung
Ein Gazebo ist ein beliebtes Heimwerkerprojekt. Mit einem durchdachten Bauplan lassen sich die sechs- oder achteckigen Ecken und das Spitzdach gut selbst herstellen. Wichtig sind ein ebenes, gutes Fundament sowie das rechtwinklige und waagerechte Ausrichten der Pfosten. Einmal aufgestellt, dient der Gazebo als überdachte Terrasse, Essplatz oder Rückzugsort im Garten und ist oft ein Blickfang.
Verwandte Begriffe
- Pergola
- Fundament
- Dachrinne
- Gartenpavillon
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