Ein Fassadenstein ist ein dekorativer, oft gehauener oder bemalter Stein, der in eine Fassade eingemauert wurde und das Haus kennzeichnete oder verzierte. Früher, als es noch keine Hausnummern gab, zeigte ein solcher Gedenkstein oder ein Hauszeichen an, wer dort wohnte oder welcher Beruf ausgeübt wurde. Besonders in historischen Städten wie Amsterdam sind noch viele schöne Fassadensteine zu sehen. Locker wird der Begriff auch für den gewöhnlichen Mauerstein verwendet, aus dem eine Fassade aufgebaut ist.
Anwendung
Der dekorative Fassadenstein wurde beim Mauern der Fassade eingesetzt, meist auf Augenhöhe neben der Tür oder über dem Eingang. Der Stein enthielt ein Bild, einen Text oder ein Hauszeichen und diente als Erkennungszeichen und Verzierung. Heute haben Fassadensteine vor allem historischen und dekorativen Wert und werden bei Restaurierungen sorgfältig erhalten. In der weiteren Bedeutung bildet der Fassadenstein als Backstein schlicht den Baustein des sichtbaren Mauerwerks.
Merkmale
Ein dekorativer Fassadenstein besteht meist aus Naturstein oder gebranntem Ton, mit einem Relief oder einer Bemalung. Er hebt sich in Material und Ausführung vom umgebenden Mauerwerk ab. Als Mauerstein ist der Fassadenstein dagegen auf Farbe, Format und den gewählten Mauerverband der Fassade abgestimmt.
Verwandte Begriffe
- Backstein
- Mauern
- Mauerverband
- Fassade
- Fuge
- Mörtel
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