Die Janka-Härte ist eine genormte Prüfung, die angibt, wie gut eine Holzart Eindrücken und Verschleiß widersteht. Je höher der Janka-Wert, desto härter und abriebfester das Holz. Benannt ist sie nach dem Forscher Gabriel Janka, der die Methode Anfang des 20. Jahrhunderts entwickelte.
Wie wird gemessen?
Bei der Janka-Prüfung wird eine Stahlkugel mit 11,28 mm Durchmesser bis zur Hälfte (bis zum Äquator) in das Holz gedrückt. Die dafür nötige Kraft ist der Janka-Wert, angegeben in Newton (N) oder Pound-force (lbf). Da Holz längs und quer zur Faser unterschiedlich reagiert, wird nach fester Norm meist auf der Stirn- oder Radialfläche geprüft.
Zur Orientierung: weiche Nadelhölzer wie Fichte und Kiefer erreichen niedrige Werte, Eiche liegt im Mittelfeld, tropische Harthölzer wie Ipé und Azobé sehr hoch. Wichtiger als der genaue Wert ist die Reihenfolge — sie macht die Holzarten vergleichbar.
Anwendung
Die Janka-Härte hilft vor allem bei der Wahl von stark beanspruchtem Holz: Böden, Treppenstufen, Terrassendielen und Arbeitsplatten.
Zu beachten
- Ein hoher Janka-Wert steht für Dellenfestigkeit, nicht automatisch für Feuchtebeständigkeit oder Dauerhaftigkeit im Außenbereich
- Für einen begangenen Boden lohnt eine härtere Art als für eine nicht belastete Vertäfelung
Verwandte Begriffe
- Holzarten
- Hartholz
- Fichtenholz
- Materialhärte
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