Was ist die Jackblock-Methode?
Die Jackblock-Methode ist eine Bautechnik, bei der ein Gebäude von oben nach unten (“top-down”) errichtet wird, indem fertige Geschosse mit Pressen angehoben werden. Zuerst wird auf Geländeniveau das oberste Geschoss (das Dach) gebaut. Dieses wird dann um eine Geschosshöhe angehoben, worauf darunter das nächste Geschoss entsteht. So wächst das Gebäude gleichsam von unten, während stets ebenerdig gearbeitet wird.
Vorgehen
Die Methode verläuft in wiederkehrenden Schritten:
- Bauen am Boden — jede neue Geschossdecke und die Wände werden auf Arbeitshöhe hergestellt, was sicher und effizient ist.
- Anheben — hydraulische Pressen (Jacks) auf temporären oder endgültigen Stützpunkten drücken den darüberliegenden Teil nach oben.
- Wiederholen — unter dem angehobenen Teil wird das nächste Geschoss gebaut; dies wiederholt sich, bis alle Geschosse stehen.
Vorteile und Anwendung
Da fast die gesamte Arbeit ebenerdig geschieht, sind weniger Gerüste und hohe Arbeitsplätze nötig, was Sicherheit und Arbeitsbedingungen zugutekommt. Die Methode wurde unter anderem bei Wohntürmen und Silos aus Beton eingesetzt. Nachteile sind die schwere, präzise Presstechnik und die genaue Abstimmung; Last und Anhebung müssen konstruktiv gut berechnet werden. Die Jackblock-Methode ist mit anderen “Lift”-Techniken wie Lift-Slab verwandt, bei denen Decken gegossen und hochgezogen werden.
Verwandte Begriffe
- Baumethode
- Betonskelett
- Industrielles Bauen
- Schalung
- Hebebalken
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