Was ist Corbusier?
Le Corbusier (1887–1965), geboren als Charles-Édouard Jeanneret, war ein schweizerisch-französischer Architekt, Stadtplaner und Designer, der als einer der Begründer der modernen Architektur gilt. Seine Ideen über funktionales Bauen, offene Grundrisse und den Einsatz von Beton haben die Baukunst weltweit geprägt.
Die fünf Punkte der Architektur
1926 formulierte Le Corbusier seine berühmten fünf Punkte:
- Pilotis — das Gebäude ruht auf Stützen, das Erdgeschoss bleibt frei
- Freier Grundriss — tragende Wände werden durch ein Skelett ersetzt
- Freie Fassade — die Fassade ist nicht mehr tragend und kann frei gestaltet werden
- Langfenster — horizontale Fensterbänder sorgen für maximales Tageslicht
- Dachgarten — das Flachdach wird als Außenraum genutzt
Anwendung
Le Corbusiers Einfluss zeigt sich in zahlreichen Bauwerken:
- Villa Savoye (1931) — das Paradebeispiel seiner fünf Punkte
- Unité d’Habitation (1952) — eine Wohnmaschine in Marseille
- Chapelle Notre-Dame du Haut (1955) — expressiver Betonbau in Ronchamp
- Modulor — sein Maßsystem basierend auf menschlichen Proportionen
Vermächtnis
Le Corbusier prägte den Begriff „machine à habiter” (Wohnmaschine) und beeinflusste den Nachkriegswohnungsbau tiefgreifend. Sein Werk wird sowohl für seine visionäre Kraft bewundert als auch für die teils unmenschliche Dimension seiner Stadtplanungskonzepte kritisiert.
Verwandte Begriffe
- Moderne
- Skelettbau
- Beton
- Pilaster
- Baustil
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