Ein Celtic Field ist ein prähistorisches Ackersystem, das durch ein Muster niedriger Erdwälle erkennbar ist, die kleine, annähernd quadratische Parzellen abgrenzen. Diese Strukturen stammen typischerweise aus der späten Bronzezeit und Eisenzeit (ca. 1000 v. Chr. bis zum Beginn der Zeitrechnung) und sind in der Landschaft Nordwesteuropas noch heute sichtbar.
Ursprung und Merkmale
Der Name “Celtic Field” ist etwas irreführend, da diese Ackersysteme nicht ausschließlich der keltischen Kultur zuzuordnen sind. Der Begriff wurde Anfang des 20. Jahrhunderts geprägt und hat sich seitdem als Fachbezeichnung etabliert.
Die Parzellen sind in der Regel 20 mal 20 bis 40 mal 40 Meter groß und von niedrigen Wällen mit einer Höhe von 30 bis 80 Zentimetern umgeben. Diese Wälle entstanden über Jahrhunderte durch wiederholtes Pflügen und das Aufhäufen von Steinen und Erde an den Feldrändern. Auf Luftbildern und Höhenkarten sind die Muster oft als regelmäßiges Raster gut erkennbar.
Celtic Fields wurden unter anderem in den Niederlanden, Dänemark, Norddeutschland und Großbritannien nachgewiesen. In Deutschland finden sich Reste solcher Ackersysteme vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein.
Anwendung
Obwohl Celtic Fields keine direkte bautechnische Anwendung haben, spielen sie eine wichtige Rolle in der Landschaftsarchitektur und Raumplanung. Bei Bauprojekten in Gebieten, in denen Celtic Fields vorkommen, ist häufig eine archäologische Voruntersuchung vorgeschrieben. Das Vorhandensein eines Celtic Fields kann Einfluss auf Bebauungspläne und Baugenehmigungen haben.
In der Landschaftsarchitektur gelten Celtic Fields als wertvolle kulturhistorische Elemente. Bei Neugestaltungsprojekten wird zunehmend der Erhalt und die Sichtbarkeit dieser prähistorischen Strukturen angestrebt.
Verwandte Begriffe
- Kulturlandschaft
- Archäologisches Bodendenkmal
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