Ein Blockprofil ist ein Konstruktionselement mit massivem oder hohlem rechteckigem Querschnitt, das aufgrund seiner geradlinigen Form und hohen Belastbarkeit vielseitig im Bauwesen eingesetzt wird.
Eigenschaften und Varianten
Blockprofile zeichnen sich durch ihren kastenförmigen, rechteckigen Querschnitt aus, der sie von runden, ovalen oder komplexeren Profilformen unterscheidet. Sie sind als Vollprofile aus Massivmaterial oder als Hohlprofile mit geschlossener Kammer erhältlich. Die Außenkanten können scharfkantig oder mit Radien versehen sein.
Gängige Materialien sind Stahl, Aluminium, Edelstahl und Kunststoff (PVC, Polycarbonat). Stahlblockprofile werden warmgewalzt oder kaltgeformt hergestellt und sind in standardisierten Abmessungen nach DIN EN 10210 und DIN EN 10219 erhältlich. Aluminiumblockprofile werden im Strangpressverfahren gefertigt und können mit integrierten Nuten, Stegen oder Kammern versehen werden.
Die Wandstärken variieren je nach Einsatzzweck von 1,5 bis über 12 Millimeter. Durch die rechteckige Geometrie besitzen Blockprofile in beiden Achsen hohe Flächenträgheitsmomente, was sie besonders biegesteif macht.
Anwendung
Im Bauwesen werden Blockprofile als tragende Stützen, Riegel und Rahmen in Stahlkonstruktionen eingesetzt. Sie dienen als Pfostenprofile in Fassadensystemen, als Rahmenprofile für Fenster und Türen sowie als Unterkonstruktion für Verkleidungen und Geländer. Im Stahlhallenbau bilden Blockprofile die Primärkonstruktion aus Stützen und Trägern.
Vorteile des Blockprofils sind die einfache Verbindung durch Schweißen, Schrauben oder Klemmen, die guten statischen Eigenschaften und die vielseitige Einsetzbarkeit. Die ebenen Außenflächen erleichtern Anschlüsse und Befestigungen. Blockprofile werden auch im Maschinen- und Anlagenbau, im Fahrzeugbau und in der Möbelherstellung verwendet.
Verwandte Begriffe
- Hohlprofil
- Rechteckrohr
- Stahlprofil
Mehr über Baubegriffe erfahren? Besuche unsere Wissensdatenbank auf fredsbauanleitungen.de/rabatt.