Baupapier ist ein verstärktes, imprägniertes Papier, das als wind- und feuchtigkeitsabweisende Membran in Fassaden und Dächern eingesetzt wird. Es schützt die Konstruktion vor eindringendem Wasser und Wind, lässt aber gleichzeitig Feuchtigkeit von innen nach außen entweichen.
Anwendung
Baupapier ist ein wichtiger Bestandteil des Schichtaufbaus moderner Gebäudehüllen. Es wird als zweite Schutzschicht hinter der äußeren Verkleidung angebracht.
Einsatzbereiche
- Fassaden: Unter Holzverkleidungen, Schiefer oder vorgehängten Fassaden dient Baupapier als Wetterschutzschicht.
- Dächer: Unter Dachziegeln oder Metalleindeckungen schützt es als Unterspannbahn vor Flugschnee und Schlagregen.
- Holzrahmenbau: Im Holzrahmenbau ist Baupapier ein wesentlicher Teil der Gebäudehülle.
Eigenschaften
- Windschutz: Verhindert das Durchströmen kalter Luft durch die Konstruktion.
- Wasserabweisend: Hält Regen und Feuchtigkeit von der Dämmung und dem Tragwerk fern.
- Dampfdurchlässig: Ermöglicht die Diffusion von Feuchtigkeit von innen nach außen, was Schimmelbildung und Bauschäden vorbeugt.
- Reißfest: Durch Faserverstärkung ist Baupapier robust genug für den Baustelleneinsatz.
Tipps für Heimwerker
Beim Verlegen von Baupapier ist auf ausreichende Überlappung der Bahnen zu achten (mindestens 10-15 cm). Befestige es mit Tackerklammern oder speziellen Nägeln. Achte darauf, dass keine Löcher oder Risse entstehen, da diese die Schutzwirkung aufheben. Bei modernen Projekten werden zunehmend Kunststoff-Unterspannbahnen als Alternative eingesetzt.
Verwandte Begriffe
- Baumaterialien
- Baumethode
- Holz
- Abdichtung
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