Was ist Bart (Schlüssel/Schloss)?
Der Bart ist der flache, vorstehende Teil eines Schlüssels, der in das Schloss eingreift und den Schließmechanismus betätigt. Im Mauerwerksbau bezeichnet der Begriff auch den Mörtelüberstand, der zwischen den Fugen der Ziegel nach außen quillt.
Anwendung
In der Schlosstechnik ist der Bart das geformte, flache Ende eines traditionellen Schlüssels. Beim Drehen des Schlüssels bewegt der Bart die Zuhaltungen oder Stifte im Schloss und ermöglicht so das Öffnen oder Schließen. Die Einkerbungen und die Form des Bartes sind für jedes Schloss einzigartig und bestimmen, welcher Schlüssel passt. Bei historischen Schlüsseln ist der Bart als markante, vorstehende Platte am Ende des Schlüsselschafts deutlich erkennbar.
Im Mauerwerksbau beschreibt Bart den Mörtelüberstand, der beim Vermauern zwischen den Steinen nach außen oder innen gedrückt wird. Bei zweischaligem Mauerwerk kann ein zu großer Mörtelbart problematisch sein, da herabfallende Mörtelreste die Hinterlüftung der Fassade behindern oder Wärmebrücken verursachen können. Auch die Entwässerung im Schalenzwischenraum kann dadurch gestört werden. Fachgerechtes Vermauern mit der richtigen Mörtelmenge minimiert dieses Problem.
Bei Restaurierungsarbeiten an historischen Gebäuden begegnet man beiden Bedeutungen des Begriffs häufig: alte Schlösser mit kunstvollen Schlüsselbärten und Mauerwerk, bei dem die Mörtelbärte als bewusstes Gestaltungsmerkmal belassen wurden.
Verwandte Begriffe
- Schlüsselschaft
- Schließblech
- Mauermörtel
- Zweischaliges Mauerwerk
- Fugenmörtel
- Wärmebrücke
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