Was ist Asphalt?
Asphalt ist ein bituminöses Gemisch aus Bitumen (einem Erdölprodukt) und mineralischen Zuschlagstoffen wie Sand, Kies und Schotter. Er wird im Straßenbau als Fahrbahnbelag sowie im Hochbau als wasserabdichtende Dacheindeckung eingesetzt.
Asphalt zählt zu den ältesten Baumaterialien der Menschheitsgeschichte. Schon in der Antike wurde Naturasphalt als Dichtungsmittel verwendet. Heute wird Asphalt industriell hergestellt, indem Bitumen mit sorgfältig ausgewählten mineralischen Füllstoffen gemischt wird. Das Bitumen dient als Bindemittel, das die Gesteinskörnung zusammenhält und das Gemisch wasserundurchlässig macht.
Anwendung
Im Straßenbau ist Asphalt der am häufigsten verwendete Belag. Er wird in heißem Zustand eingebaut und anschließend mit Walzen verdichtet. Je nach Anforderung kommen verschiedene Mischungen zum Einsatz:
- Asphaltbeton (AC) — die Standarddeckschicht für Straßen und Radwege.
- Splittmastixasphalt (SMA) — eine verschleißfeste Deckschicht für stark beanspruchte Straßen.
- Offenporiger Asphalt (OPA) — eine poröse Deckschicht, die Regenwasser schnell ableitet und Fahrgeräusche mindert.
Im Hochbau wird Asphalt häufig als Dachabdichtung eingesetzt. Bituminöse Dachbahnen bestehen aus einem Träger (Polyester oder Glasvlies), der beidseitig mit Bitumen beschichtet ist. Diese Bahnen werden auf die Dachfläche geschweißt oder geklebt und bilden eine wasserdichte Schicht.
Darüber hinaus findet Asphalt Verwendung bei der Abdichtung von Kellern, Fundamenten und Tiefgaragen. Im Tiefbau ist er unverzichtbar für Deichbefestigungen und Kanalauskleidungen.
Verwandte Begriffe
- Bitumen
- Dachabdichtung
- Straßenbelag
- Fundament
- Abdichtung
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